Trennung: Wer übernimmt den gemeinsamen Kredit?

Viele Ehepaare nehmen einen gemeinsamen Kredit auf, um sich den Traum vom gemeinsamen Eigenheim zu erfüllen. Was nach der Scheidung mit den Schulden passiert und wie es mit der Haftung für diese Kredite aussieht, ist vielen nicht klar.

Damit Schulden überhaupt der Aufteilung bei der Scheidung unterliegen braucht es einen Zusammenhang zwischen den Schulden und dem ehelichen Gebrauchsvermögen und den Ersparnissen. Ebenfalls von der Aufteilung erfasst sind andere Schulden, die mit dem ehelichen Lebensaufwand zusammenhängen. Das Gericht kann im Innenverhältnis bestimmen, wer die Schulden zu tragen hat. Nehmen beispielsweise Ehegatten einen gemeinsamen Kredit auf, um ein Haus zu bauen oder die gemeinsame Wohnung zu sanieren, so haften sie auch nach Scheidung grundsätzlich beide dem Kreditgeber gegenüber.  

Das Gericht kann in das Außenverhältnis eingreifen und bestimmen wer sogenannter Hauptschuldner wird und die andere Person sodann zum Ausfallbürgen erklären. Das bedeutet, dass die Bank in erster Linie vom Hauptschuldner die Schulden einfordert. Erst wenn dieser nicht zahlt und auch eine Exekution gegen ihn erfolglos war, dann erst kann die Bank die Schulden vom Ausfallbürgen fordern. Doch selbst in diesem Fall kann sich der Ausfallbürge wieder an den Hauptschuldner wenden und von ihm die bezahlte Schuld zurückverlangen.   

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Was ist die Familiengerichtshilfe?

Vor einigen Jahren wurde die Familien- und Jugendgerichtshilfe eingerichtet. Unsere Mandant:innen sind in Pflegschaftsverfahren regelmäßig damit konfrontiert, da meist nach Einbringung eines Antrages der Akt vom Gericht an die Familien- und Jugendgerichtshilfe zur Durchführung eines Clearings oder der Einholung einer fachkundlichen Stellungnahme abgetreten wird.

Eheschließung via Whats app

Der OGH setzte sich kürzlich mit der Frage zur Gültigkeit einer via Whatsapp-Telefonat geschlossenen Ehe auseinander.

Das Eingehen einer Ehe ist nach der österreichischem Rechtordnung ein höchstpersönliches Recht. Es erscheint daher äußerst verwunderlich, dass der OGH nunmehr eine Ehe als gültig geschlossen anerkannte, dies obwohl das „Ja-Wort“ via Whatsapp erfolgte.

Ist das Doppelresidenzmodell immer die richtige Wahl?

Immer häufiger wünschen sich Eltern bei Trennung / Scheidung das Doppelresidenzmodell für die Betreuung der gemeinsamen Kinder. Einerseits bringt diese gleichteilige Betreuung natürlich mit sich, dass beide Eltern tatsächlich in die Betreuung und Erziehung eingebunden sind. Andererseits bringt die Doppelresidenz auch einen erheblichen Organisationsaufwand mit sich.

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Philadelphy-Steiner Rechtsanwalts GmbH ist spezialisiert auf Familienrecht, Immobilienrecht sowie Nachlassplanung. Das Private Wealth & Family Business Service der Wiener Kanzlei umfasst u.a. Beratung zur Vermögensaufteilung und -weitergabe bei Trennungen, Todesfällen und Betriebsübergaben.

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